Hydrolyseschutzadditive erhöhen die Beständigkeit von Beschichtungen, Klebstoffen, Dichtstoffen und Elastomeren gegenüber feuchte- und wasserinduzierten Abbauprozessen und verzögern die hydrolytische Zersetzung polymerer Werkstoffe. Insbesondere bei polymersystemen mit hydrolyseempfindlichen Ester-, Urethan- oder Amidbindungen kann Feuchtigkeit zur Bildung saurer Abbauprodukte führen, die den Zersetzungsprozess weiter beschleunigen. Ohne geeigneten Hydrolyseschutz kommt es dadurch zu einem fortschreitenden Abbau der Polymermatrix, der sich in Festigkeitsverlust, Versprödung oder verminderter Haftung äußern kann.
Carbodiimidbasierte Hydrolyseschutzadditive in CASE-Systemen wirken, indem sie gezielt mit carboxylhaltigen Abbauprodukten reagieren und diese chemisch deaktivieren. Dadurch wird der säurekatalysierte Abbau wirksam unterbrochen und die Hydrolysestabilität des Materials deutlich erhöht. Zusätzlich können Carbodiimide als funktionelle Vernetzer wirken, indem sie mit endständigen oder neu gebildeten Säuregruppen reagieren und so zur Erhöhung der Netzwerkdichte beitragen. Dieser doppelte Wirkmechanismus stabilisiert die Polymerstruktur nachhaltig und trägt zur Erhaltung mechanischer Eigenschaften und Langzeitperformance bei. Der Einsatz von Hydrolyseschutzadditiven ist daher entscheidend, um die Lebensdauer und Funktionssicherheit von CASE-Produkten insbesondere unter feuchten, warmen oder chemisch anspruchsvollen Einsatzbedingungen zu gewährleisten.
